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Schlechte Zeit für Lyrik - Berthold Brecht in ungewollter Cooperation mit Sebastian Walther

Ich weiß doch: nur der Glückliche
Ist beleiebt. Seine Stimme
Hört man gern:Sein Gesicht ist schön

Der verkrüppelte Baum im Hof
Zeigt auf den schlechten Boden, aber
Die Vorübergehenden schimpfen ihn einen Krüppel
Doch mit Recht.

Die grünen Boote und die lustigen Segel des Sundes
Sehe ich nit. Von allem

Sehe ich nur der Fischer rissiger Garnetz.
Warum rede ich nur davon
Daß die vierzehnjährige Häuserin gekrümmt geht?
Die Brüste der Mädchen
Sind warm wie ehedem.

In meinem Lied ein Reim
Käme mir fast wie Übermut.

In mir streiten sich
Die Begeisterung über den blühenden Apfelbaum
Und das Entsetzen über die Reden des Anstreichers
Aber nur das zweite
Drängt mich zum Schreibtisch.
(1939)

 

Der Apfelbaum gespalten von der Natur
innerlich verfault er, doch äußerlich
Versucht er alles zu geben.

Und der Hügel der schon lange abgebrannt ist
Ist heut nicht mehr das was
Er früher einmal war.
Die Vögel beachten ihn nicht mehr
nur weil er keine Blumen mehr trägt.

Die Glückskekse haben ihr Glück verloren
und neue Ideen werden Tot geboren.

Der Wind streift die Schmetterlinge und
Bringt sie aus der Bahn:
Die Höhere Macht
Kann doch alles machen.

Und Gold ist nix mehr Wert,
weil die Welt auch ohne fortfährt

Liebe und Hass - Die Gegensätze
So verschieden und doch so Nah
Macht Regiert
Der Mensch an sich verliehrt.

Und die Moral von der Geschicht
sich zu wehren bringt es nicht


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